Seminar für Januar 2019 in Vorbereitung.


Die Atmung bildet zusammen mit dem Herzen unser Rhythmisches System. Atmung und Herz-Kreislauffunktionen haben die Aufgabe, alle wirkenden Kräfte so auszugleichen und zu harmonisieren, wie es für den Menschen in seiner Lebenssituation angemessen ist und seine Identität gewahrt bleibt.

Wir unterscheiden drei Ebenen im Atemgeschehen:

  1. Die Luftatmung als Aufnahme von Sauerstoff, Abgabe von CO²
  2. Eine Atmung von Kräften, die wir aufnehmen- in Abhängigkeit von der Landschaft, in der wir sind, dem Klima und den wechselnden Jahreszeiten
  3. Den seelischen Atem, zu dem Sympathie und Antipathie gehören und der unsere Entwicklungen stets begleitet.

Über die Atmung stehe ich nicht nur mit meinem Inneren in Verbindung, sondern auch mit allem, was mich umgibt. Die Luft, die wir atmen bezeichneten die alten Griechen als Pneuma = Geist. Mit dem Luftumkreis dieser Erde stehe ich in einem bestimmten Verhältnis.

Wir erleben die Jahreszeiten - das Blut verändert sich entsprechend. Mit meinem Gemüt bin ich an das rhythmische System gebunden. Ein lebendiges Gemüt fühlt das Werden und Vergehen im kosmischen Raum mit, bewusst und unbewusst.

Die Natur nehmen wir in dreifacher Weise in uns auf:

  1. durch die Nahrung
  2. durch die Atmung
  3. durch die Wahrnehmungen.

Das Herz ist für das Gemüt zuständig, es strebt das Gleichgewicht zwischen Oben und Unten, Innen und Außen an. Es will durchatmet sein, um den Kreislauf in Harmonie zu bringen. Die Luft, die wir atmen, regt das Denken an. Das Herz reagiert darauf, wie ich denke, was ich denke und wie ich mich auf etwas einstelle Das alles beeinflusst die Zirkulation. Der Kopf steht mit dem Kosmos näher im Bezug, Denken will das Atmen verlangsamen. Aus dem Stoffwechsel kommen anregende Kräfte, die den Atem schneller werden lassen, wie wir es beim Sport deutlich bemerken können. Und das Herz gleicht aus!

Was heute nicht mehr gewusst wird: hinter dem Atem steht das Wesen des Menschen. Und: im Atem liegen heilende Kräfte. Das Leben selbst will Weiterentwicklung, nicht Zerstörung. In der Verbindung von Atem und Ich geschehen Wandlungen immer zum Leben hin.

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