Gestaltung und Zielsetzung

Zur Entwicklung des inneren Atems – und Heileurythmie

Atmung ist der äußere physiologische Anlass zu einem tieferen und hochkomplexen Atemgeschehen, an dem alle Organe und Zirkulationen innig beteiligt sind. Der innere Atem jedoch gibt mir die Empfindung zu sein. Seine sichtbare Bewegung an den Körperwänden ist ein rhythmisches Ausweiten und Zurückschwingen.

Der innere Atem verläuft normalerweise unbewusst. Er wirkt ausgleichend und harmonisierend in allen Lebensprozessen. Dieser Atem kann substantiell so entwickelt werden, dass seine Wirksamkeiten bewusst erfahren und miterlebt werden. Dabei ist die Durchlässigkeit für die Atembewegung eine Vorbedingung. Sich mit der Bewegung des Atems zu verbinden und atmend anwesend zu sein, dort, wo er sich zeigt, fördert die Entwicklung des Empfindungsbewusstseins. Der Atem bildet Atemräume aus. Diese werden in ihrer Tiefe deutlich in unterschiedenen Qualitäten erfahren.

In der Entwicklung des inneren Atems bleibt die Atembewegung ein "Souverän", der Orientierung gibt. Denn der Atem verbindet mich mit meiner Wesenstiefe als einer geistigen Wirklichkeit des Inneseins ebenso, wie mit der mich umgebenden physischen Welt. Dieser Atem ist mir gegeben, er bewegt und trägt mich – alle Rhythmen des Kosmos modifizieren dabei in meinen Entwicklungsstufen mit. Er ruft mich in die Polarität dieses Da-Seins - er führt mich zum Ich bin!

Heileurythmie

geht mit kosmischen Kräften und Rhythmen um, die als Wirkzusammenhänge hinter allen Entwicklungen eines Menschen stehen. Heileurythmie wurde 1921 von Rudolf Steiner einer Gruppe von Ärzten für Heilzwecke in die Hand gegeben. Als hygienische Eurythmie wird sie vorbeugend eingesetzt, um gesunde Entwicklungen anzuregen. Dies wirkt bereits hilfreich bei ersten Bewegungseinschränkungen, Neigung zu Blockaden, Schwindel, Hör- oder Sehschwächen.

Heileurythmie wird gezielt im Krankheitsfall, in der Nachsorge und Rehabilitation vom Arzt verordnet. Die Selbst-Organisation im Heilungsprozess wird durch ein innerliches Sich-anders-Bewegen angeregt. Wiederholt geübte, rhythmische Bewegungen und Gebärden rufen tief im Organleben eine Resonanz hervor. Das künstlerische Erleben der Bewegungen spricht alle 12 Sinne an. Freiwerdende Kräfte wirken und wecken neue schöpferisch seelische Aktivitäten in der Weise, dass diese sich wieder mit gesunden Urbildern verbinden. Diese Weisheit ist uns heute noch weitgehend verborgen.

Über die Atemarbeit wurde in den Medien bereits mehrfach berichtet: 1994 im ZDF, 1999 und 2004 in Südwest 3

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